Gerade zu Beginn der Beraterkarriere oder aber zum Wechsel in ein neues Unternehmen können sich beim Einstieg ins Consulting viele Stolpersteine ergeben. Insbesondere im Hinblick auf den Umgang mit den Kunden des Arbeitgebers ist es daher wichtig, sich als professioneller Berater an einige Regeln zu halten.

Dabei bezieht sich der richtige Umgang und ein angepasstes Verhalten mit Geschäftskunden aber nicht nur auf den eigentlichen Arbeitsalltag. Besonders im Bereich hochrangiger Auftraggeber werden Deals gerne im außergeschäftlichen Bereich abgeschlossen. Das bedeutet, dass ein guter Consultant auch bei Freizeitaktivitäten mit dem Kunden gute soziale Kompetenzen besitzen muss. So muss er zum Beispiel Höflichkeit, Respekt oder ein sicheres Auftreten an den Tag legen.

Tipps und Tricks zum Einstieg

Gerade im Beraterbusiness ist ein professioneller Auftritt unerlässlich. So haben Studien aus dem ersten Jahrzehnt der Zweitausenderjahre ergeben, dass fast 90 Prozent der Studienteilnehmer einen wesentlichen Zusammenhang zwischen dem Verhalten einer Person und dem beruflichen Erfolg erkennen (https://juniorconsultant.net/karrierefragen/einstieg-gehalt/consulting-knigge/). Einige Umgangsformen sind dabei im Consulting besonders wertvoll:

  1. Höflichkeit

Grundsätzlich sollte Höflichkeit eine Tugend sein, die Sie jedem entgegenbringen. Trotzdem arbeiten Sie als Consultant meist für hochrangige Führungskräfte, die sich schnell verärgern lassen. Das bedeutet beispielsweise, dass Sie jeden Auftraggeber mit einer freundlichen Begrüßung empfangen. Zusätzlich sollten sie dem Kunden grundsätzlich immer den Vortritt lassen, wenn Sie einen Raum betreten. Geben Sie Ihrem Gegenüber die Zeit, die er braucht. Beispielsweise um die aktuelle Unternehmenslage zu präsentieren und unterbrechen Sie nur, wenn unbedingt nötig. Aber auch beim Abschied sollten Sie soziale Kompetenzen an den Tag legen. Verabschieden Sie Ihren Kunden nicht nur angemessen, sondern danken Sie ihm auch für seine Zeit und das Gespräch.

  1. Respekt

Eng mit Höflichkeit ist auch das Erbringen von Respekt verbunden. Auch wenn Ihr Gegenüber nicht im selben Unternehmen arbeitet. Schließlich ist er doch in gewisser Weise als Auftraggeber Ihr Vorgesetzter. Gehen Sie mit den Informationen, die Sie erhalten vertraulich um. Halten Sie bei Gesprächen den nötigen Körperabstand und zeigen Sie sich respektvoll, in dem Sie generell pünktlich zu Meetings erscheinen.

  1. Kritikfähigkeit

Jeden Change den Sie als Berater für ein externes Unternehmen vorbereiten und planen, kann von Ihrem Kunden als Angriff gesehen werden. Auftraggeber werden Ihnen daher nicht immer mit offenen Armen und einer positiven Grundhaltung begegnen. Insbesondere dann wenn es um die Präsentation Ihrer Strategien und Ideen geht. Bereiten Sie sich daher auf Kritik vor und reagieren Sie auf Änderungswünsche gelassen und professionell. Trotzdem sollten Sie dabei die Ernsthaftigkeit des Problems nicht aus den Augen zu verlieren. Seien Sie gleichzeitig offen für die Kritik Ihres Auftraggebers. Überlegen Sie, ob es sinnvoll ist, diese auf Ihre Ergebnisse anzuwenden.

Fazit

Grundsätzlich kommt es aber auch als Consultant immer auf Ihre individuelle Art an. Schließlich kann ein Befolgen dieser Tipps und Tricks nicht automatisch mit beruflichem Erfolg verbunden werden. Letztendlich wird der Kunde insbesondere auf die von Ihnen erbrachten Ergebnisse und Strategien schauen. Ihr Auftritt ist dabei zunächst nur zweitrangig. Gleichzeitig sollten Sie sich aber auch selbst treu bleiben und nicht zur Marionette Ihres Kunden entwickeln. Finden Sie das richtige Maß für einen authentischen Auftritt und die Verinnerlichung wichtiger Umgangsformen. Auf diese Weise können Sie einen positiven und professionellen Eindruck hinterlassen. Dies sichert Ihnen im besten Fall auch weitere Aufträge in der Zukunft.