Spannende Projekte, Arbeit im Team, die Weitergabe von Fachwissen und der eigenen persönlichen Erfahrung an andere Unternehmen mit dem Ziel diese dadurch in ihrem Entwicklungsprozess zu unterstützen. Genau das beschreibt oftmals die typische Stellenanzeige eines Consultingunternehmens. Doch was können angehende Berater von ihrem Traumjob wirklich erwarten? Wie sieht der Arbeitsalltag eines Consultants tatsächlich aus?

Allein im Jahr 2017 betrug der Umsatz der Consultingbranche laut der Marktstudie „Facts & Figures zum Beratermarkt 2018“ mehr als 31 Milliarden Euro und damit einer Steigerung von 8,5 % zum Vorjahr (https://www.bdu.de/newsletter/ausgabe-22018/facts-figures-zum-beratermarkt-consultants-weiter-im-hoehenflug/). Keine Frage, Consultants sind mehr gefragt denn je. Aber auch wenn Beratungsunternehmen sich ständig auf der Suche nach neuen Talenten finden – nicht jeder ist für den Job eines Consultants geeignet.

Aufgaben eines Consultant

Die Aufgaben eines Beraters sind so vielfältig wie die Projekte die er bearbeitet. Deshalb ist es für einen guten Consultant essentiell, dass dieser eine breite Palette der verschiedensten Fähigkeiten und Skills mitbringt. Dies ist nötig, um sich stets individuell auf jeden Kunden und jedes Problem einstellen zu können. Zu den Tasks eines Consultants zählen dabei u.a.:

  • Betreuung von Projekten
  • Beratung von Unternehmen
  • Situationsanalyse unternehmensinterner Ausgangsprozesse
  • Entwicklung einer Optimierungsstrategie
  • Kostenanalyse
  • Präsentation der Ergebnisse
  • Betreuung und Überwachung neuer Prozesse

Arbeitsalltag eines Consultant

Man erkennt bereits an den täglichen Aufgaben eines Beraters, dass Abwechslung, Anpassungsfähigkeit sowie Teamarbeit den Arbeitsalltag eines Consultants maßgeblich prägen. Dabei geht es insbesondere darum, aus dem eigenen Pool an Wissen und Erfahrung die richtigen Deutungen und Einschätzungen zu treffen. Auf dieser Basis muss ein Consultant schließlich für Unternehmen bei der Umstrukturierung interner Prozesse die richtigen Empfehlungen aussprechen. Dies bedeutet oftmals auch das zu Tage führen Konsequenzen reicher Urteile und eine manchmal positive teilweise aber auch negative Kritik an der Firmenpolitik. Häufig handelt es sich bei den Kunden um hochrangige Führungskräfte und Manager, deren Stolz dabei trotzdem bewahrt werden muss. Ein schmaler Grat also, auf dem Sie sich als Berater bewegen müssen. Aber nur so können Sie für den Auftraggeber einen Mehrwert erbringen ohne ihn gleichzeitig zu verärgern.

Dies verlangt daher nicht nur einen hohen Grad an Empathie, sondern auch die Übernahme entscheidungsreicher Verantwortung. Diese lastet neben langen Arbeitszeiten und häufigen Reisen ebenfalls auf den Schultern eines Consultant.

Fazit

Als Consultant sollte man vor allem eins mitbringen: Integrität. Nichts ist so wichtig, wie die Überzeugung über die eigens ermittelten Ergebnisse. Stellen Sie sich vor, die Führungskraft eines großen Unternehmens bittet um ihre Hilfe um interne Prozesse zu optimieren. Nun stellen Sie Ihre Ergebnisse vor, sind aber selbst nicht überzeugt von der Qualität Ihrer Arbeit. Oder aber Sie versuchen aus dem Gesicht des Kunden zu lesen, welche Antwort er hören möchte. Wie soll der Manager Ihrer Arbeit Vertrauen und Akzeptanz schenken, wenn Sie dies selbst nicht tun? Es geht hier schließlich um sein Unternehmen und neben der Reputation Ihres Arbeitgebers steht natürlich auch Ihr eigener Ruf auf dem Spiel.

Deshalb sollten Sie als Berater immer darauf achten, qualitativ hochwertige, auf das jeweilige Projekt zugeschnittene Leistung zu erbringen und dabei selbstbewusst in der Präsentation Ihrer Arbeit sein – besonders auch dann, wenn die Ergebnisse vielleicht nicht den Hoffnungen des Kunden entsprechen. Trotzdem hat Ihre Arbeit dadurch Mehrwert, denn nur so können Sie Unternehmen in Ihrem Wandel wirklich unterstützen.